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FAQs

Stand: Februar 2021

 

Programmbereichsübergreifende Informationen

Der Bund setzt mit dem Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher“ Impulse zur Personalgewinnung und -bindung in der Kindertagesbetreuung. Das Bundesprogramm ergänzt die gemeinsamen Bemühungen von Bund, Ländern und Kommunen beim Ausbau der Kindertagesbetreuung sowie im Rahmen des Gute-KiTa-Gesetzes. Ziele des Bundesprogramms „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher“ sind entsprechend:

  • Mehr Nachwuchs gewinnen, den Einstieg erleichtern: mit mehr vergüteten Plätzen in der Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher
  • Gute Ausbildungspraxis sichern: mit gut qualifizierten Fachkräften und einer professionellen Praxisanleitung
  • Qualifikation macht sich bezahlt: neue Perspektiven mit dem Aufstiegsbonus

Gefördert wird eine praxisintegrierte vergütete Ausbildung. Die Ausbildung ist gemeinsam von der Kinderbetreuungseinrichtung und einer kooperierenden Fachschule bzw. Fachakademie durchzuführen.

Die Ausbildung beträgt in der Regel drei Jahre, in welcher die Teilnehmenden sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Dabei hat die Eingruppierung und Vergütung der Fachschülerinnen und Fachschüler analog zum „TVAöD besonderer Teil Pflege“ zu erfolgen. Für den Besuch der Fachschule bzw. Fachakademie ist kein Schulgeld bei den geförderten Fachschülerinnen und Fachschülern zu erheben bzw. im gegebenen Fall vom Ausbildungsträger (Arbeitgeber*in) zu übernehmen.

Die Ausbildung endet in der Regel mit dem Abschluss „Staatlich anerkannte Erzieherin“ bzw. „Staatlich anerkannter Erzieher“ auf DQR 6-Niveau.

Gute Ausbildungspraxis wird in Modul 1 mit der Förderung einer Qualifizierung zur Praxisanleitung erreicht. Die Qualifizierung hat im Umfang und Inhalten den ggfs. durch Landesvorgaben festgelegten Mindestanforderungen zu entsprechen. In Modul 2 wird die Freistellung für Anleitung von Auszubildenden in praxisintegrierten Ausbildungsformen zum/zur Staatlich anerkannten Erzieher*in durch eine entsprechend qualifizierte pädagogische Fachkraft im Umfang von durchschnittlich zwei Stunden pro Woche gefördert.

Mit dem Aufstiegsbonus werden pädagogische Fachkräfte gefördert, die auf Grundlage einer Zusatzqualifikation eine besondere Tätigkeit in Kinderbetreuungseinrichtungen in definierten Feldern ausüben. Die dem Bonus vorausgehende Zusatzqualifikation hat, sofern vorhanden, den definierten Qualifizierungsstandards des jeweiligen Bundeslandes zu entsprechen. Der Aufstiegsbonus wird einer Fachkraft monatlich ausgezahlt.

Das Auswahlverfahren für eine Förderung der praxisintegrierten vergüteten Ausbildung im Programmbereich 1 ist abgeschlossen, eine Bewerbung ist nicht mehr möglich.

Um sicher zu stellen, dass die Ziele des Bundesprogramms auch unter den aktuell pandemiebedingten erschwerten Rahmenbedingungen erreicht werden können, werden die bereits an der Fachkräfteoffensive beteiligten Träger im Jahr 2021 mit ergänzenden Fördermodulen unterstützt – eine Übersicht dazu finden Sie in der Kurzinformation 2021.

Die Auswahl erfolgt auf Grundlage der in der Änderungsförderrichtlinie (s. Entwurfsfassung vom 25.01.2021) definierten Fördergegenstände in Verbindung mit den zugehörigen Zuwendungsvoraussetzungen. Die Bewilligung erfolgt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel und nach Reihenfolge des Antragseingangs.

Antragsverfahren 2021

Antragsberechtigt sind juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts mit Sitz in Deutschland (Zuwendungsnehmer) als Träger von öffentlich geförderten Kinderbetreuungseinrichtungen. Träger von öffentlich geförderten Kinderbetreuungseinrichtungen im Sinne von Kindertagespflegestellen oder Heimerziehung stellen keine antragsberechtigten Träger dar.

Anträge können somit von örtlichen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe und anerkannten Träger der freien Jugendhilfe nach SGB VIII gestellt werden.

Bis auf den Programmbereich „Praxisanleitung / Modul 1 - Anleitungsqualifizierung“ ist eine Beantragung nur durch Träger möglich, welche zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits im Rahmen des Bundesprogramms gefördert werden.

Das Antragsverfahren erfolgt einstufig. Die Antragstellung für die erweiterten Fördermodule erfolgt über prodaba. Zuvor ist über eine E-Mail an service@bundesprogramm-fachkraefteoffensive.de durch den Träger die Freischaltung für das erweiterte Fördermodul bzw. die erweiterten Fördermodule zu beantragen.

Bitte beachten Sie hierfür auch die Handlungsanleitungen zur Antragstellung. Die Handlungsanleitungen führen Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess der Antragstellung.

Das Antragsverfahren hat Anfang Februar 2021 begonnen. Bitte beachten Sie, dass die Änderungsrichtlinie erst durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft tritt.

Ihre Organisation ist bereits in der Fördermitteldatenbank registriert, jedoch nicht für den gewünschten Programmbereich bzw. das gewünschte Fördermodul freigeschaltet?

Sofern Ihr Träger bereits registriert ist, kontaktieren Sie die Servicestelle bitte unter service@bundesprogramm-fachkraefteoffensive.de. Teilen Sie uns in der E-Mail bitte Ihren Trägernamen sowie die Trägeradresse mit. Die Servicestelle ermöglicht Ihnen dann den Zugriff auf den jeweiligen Programmbereich bzw. das Fördermodul.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, schicken wir Ihnen einen Link zur neuen Passwortvergabe zu. Bitte klicken Sie dazu auf der Startseite der Fördermitteldatenbank auf „Passwort vergessen?“ und geben Sie Ihre registrierte E-Mail-Adresse an. Bitte kontaktieren Sie die Servicestelle unter service@bundesprogramm-fachkraefteoffensive.de, wenn Sie nicht mehr wissen, mit welcher E-Mail-Adresse Sie sich registriert haben.

Bei technischen Fragen können Sie sich an den technischen Support der Servicestelle wenden.

Dieser ist erreichbar unter prodaba-support@gsub.de bzw. 030 – 544 533 731. Die Hotline-Zeiten sind Mo, Di, Mi 9:00 – 12:00 Uhr und Do 14:00 – 17:00 Uhr.

Weitere inhaltliche Hinweise zu den im Programmjahre 2021 zur Verfügung gestellten Unterstützungsmaßnahmen finden Sie im Kapitel „Erweiterte Fördermodule 2021“ ab Seite 20.

Programmbereich 1 – Praxisintegrierte vergütete Ausbildung

Im Rahmen des Bundesprogramms „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher“ werden Ausbildungen gefördert, in denen

  • die Praxisphasen in die Ausbildung integriert sind, was bedeutet, dass sich die fachtheoretische und fachpraktische Ausbildungsphase abwechseln und
  • die Fachschülerin bzw. Fachschüler während der Ausbildung bei einem Träger der Kinder- und Jugendhilfe eine Vergütung im Rahmen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung erhält.

Bundesweit gibt es verschiedene Begrifflichkeiten, welche dieser Definition von „praxisintegrierter Ausbildung“ entsprechen, darunter:

  • Teilzeitausbildung (z.B. auch: Ausbildung in Teilzeitform)
  • Berufsbegleitende bzw. Tätigkeitsbegleitende Ausbildung,
  • Berufsbegleitende bzw. Tätigkeitsbegleitende Teilzeitausbildung
  • Praxisintegrierte Ausbildung (im Folgenden auch: PIA) sowie
  • Berufsbegleitende Weiterbildung.

Es gelten die Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung zum/zur Erzieher/Erzieherin der jeweiligen Landesregelungen.

Vom Bundesprogramm gibt es grundsätzlich keine Einschränkung auf eine bestimmte Zielgruppe. Mit der vergüteten praxisorientierten Ausbildungsform können aber Personen angesprochen werden, für die eine vollzeitschulische Ausbildung weniger geeignet ist (z. B. berufserfahrene Quereinsteigende). In Einzelfällen behalten sich Bundesländer die Teilnahme einer bestimmten Zielgruppe vor, wie z. B. Hamburg mit der Ausrichtung auf Personen mit kleinen Kindern.

Nein. Gefördert werden grundsätzlich praxisintegrierte Ausbildungen an Fachschulen/-akademien, die mit dem Abschluss Staatlich anerkannte/r Erzieher/in enden.

Die Höhe des pauschalen Zuschusses an der Ausbildungsvergütung richtet sich nachdem TVAöD, besonderer Teil Pflege.

Die Förderung erfolgt in den einzelnen Ausbildungsjahren degressiv und orientiert sich im 1. Jahr an 100 %, im 2. Jahr an 70 % sowie im 3. Jahr an 30 % der zugrundeliegenden Ausbildungsvergütung im TVAöD inklusive der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.

Daraus ergeben sich folgende pauschalen Zuschüsse (pro Monat und auszubildender Person):

  •  1. Jahr = 1.450 €
  •  2. Jahr = 1.130 €
  • 3. Jahr =     540 €

Die auszubildende Person ist im Rahmen des Ausbildungsverhältnisses sozialversicherungspflichtig zu beschäftigen und mindestens analog zum „TVAöD besonderer Teil der Pflege“ einzugruppieren. Die Ausbildungsvergütung (Arbeitnehmer-Brutto) hat im ersten Ausbildungsjahr mindestens 1.140,69 €, im 2. Ausbildungsjahr mindestens 1.202,07 € und im 3. Ausbildungsjahr mindestens 1.303,38 € zu betragen.

Grundsätzlich haben Träger mit Vergütungsregelungen in Form eines (Ausbildungs-) Tarifvertrags verschiedene Möglichkeiten diese Mindestvergütung zu erzielen:

1. Die auszubildende Person kann bei praxisintegrierter Ausbildung nach Beschäftigtentarif (nicht Auszubildendentarif) eingruppiert werden, bei der die erforderliche Vergütungshöhe über die Anpassung der Wochenstundenzahl erzielt werden kann. Bei der Festlegung der Wochenstundenzahl wird dabei grundsätzlich ein hauptberufliches Beschäftigungsverhältnis in der Regel mit mind. der Hälfte der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit einer/eines Vollbeschäftigten geschaffen. Die fachlichen Vorgaben des Landes an die Ausbildung müssen dabei umsetzbar bleiben.

2. Der auszubildenden Person kann eine Zulage vertraglich zugesprochen werden, wodurch die Mindestwerte erreicht werden.

Der Nachweis erfolgte durch den Träger der Einrichtung über einen Abgleich mit den bisherigen Ausbildungszahlen. Der Träger musste im Interessenbekundungsverfahren die Anzahl der im Vorjahr in praxisintegrierten vergüteten Ausbildungsmodellen ausgebildeten Personen angeben und durch die Teilnahme diese Anzahl um mindestens eine Person erhöhen.

Ja, solange die im Rahmen des Bundesprogramms bezuschussten Ausbildungsplätze zusätzlich durch die Träger bereitgestellt wurden. Für Auszubildende, die sich bereits in einer praxisintegrierten Ausbildung befinden, war und ist keine Förderung seitens des Bundesprogramms möglich.

Grundsätzlich sollte die geförderte Ausbildung innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein. Bei einer längeren Ausbildungsdauer kann eine Förderung der Ausbildungsvergütung in der Regel maximal für drei Jahre erfolgen.

Ja, sofern eine durchgehende Praxisanleitung durch den Träger gewährleistet ist.

Ja, eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Träger und der kooperierenden Fachschule(n)/-akademie(n) war im Antragsverfahren mit einzureichen. Dadurch soll die Zusammenarbeit beider Lernorte gestärkt werden.

Einige Bundesländer hatten im Auswahlverfahren eine Festlegung getroffen, mit welcher/n Fachschule(n)/-akademie(n) der/die Träger kooperieren konnte(n). In den Bundesländern, die keine Vorgaben treffen, war die Auswahl der Fachschule(n)/-akademie(n) frei.

Die Träger sind verpflichtet, Lösungen zu entwickeln für Fälle von Versetzungsgefährdungen (wegen längerer unvorhergesehener Abwesenheiten wie Krankheit, Schwangerschaft o. ä.), die dazu führen könnten, dass Teilnehmende der Fachkräfteoffensive ihre Ausbildung nicht innerhalb der Programmlaufzeit abschließen können. Generell gilt, dass der Projektträger sicherzustellen hat, dass die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, den Abschluss „Staatlich anerkannte/r Erzieher/in“ zu erlangen, z. B. durch einen Wiedereinstieg zu einem späteren Zeitpunkt. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass dieser auch nach dem Ende der Förderung über das Bundesprogramm liegen kann – z. B. bei einer längeren Unterbrechung im letzten Ausbildungsjahr. Es gelten für die Fachschülerinnen und Fachschüler die gesetzlichen Regelungen der Sozialversicherung, so dass z. B. in einem längeren Krankheitsfall nach 6 Wochen die Zahlung des Krankengelds durch die Krankenkasse geleistet wird.

Der Zuwendungsempfänger muss in jedem Fall sicherstellen, dass die Vergütung bis zum Ausbildungsende und somit im gegebenen Fall über den Förderzeitraum hinaus gewährleistet ist.

Nein, der Träger verpflichtet sich, die durch das Programm geförderten Fachschülerinnen und Fachschüler sozialversicherungspflichtig zu beschäftigen. Damit ist der Bezug von Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ausgeschlossen.

Mit der Fachkräfteoffensive unterstützt der Bund die Bemühungen der Länder, Schulgeldfreiheit für die Ausbildung zum/r Erzieher/in einzuführen. Die geförderten Fachschülerinnen und Fachschüler selber haben kein Schulgeld zu bezahlen. Dies muss ggf. z. B. der Träger der Einrichtung als Eigenanteil übernehmen.

Seitens des Bundesprogramms gibt es hierzu keine Vorgabe. Die Träger sind frei in der Gestaltung der Art der Verträge, solange gewährleistet ist, dass die Teilnehmenden sozialversicherungspflichtig beschäftigt und analog zum TVAöD Pflege eingruppiert sind sowie die im Bundesprogramm vorgegebene Mindestvergütung erhalten.

Kinderpfleger/innen (oder z.B. auch Sozialassistent/innen) können – abhängig von den jeweils geltenden Landesvorgaben für die Zulassung an der Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Erzieher/in – am Programm teilnehmen und im Rahmen des Programms gefördert werden. Die Förderung von Ausbildungsverhältnissen zum/zur Kinderpfleger/in (bzw. Sozialassistent/in) war bzw. ist aber nicht möglich.

Während der Ausbildung muss den Landesvorschriften entsprechend ein Fremdpraktikum durchgeführt werden. Die Fachschüler/innen sind dafür freizustellen. Das sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnis ist dabei beim Träger weiterzuführen und auch die Vergütung muss weiterhin durch den Einrichtungsträger ausgezahlt werden.

Programmbereich 1 – Antragsverfahren

Das Auswahlverfahren für die „praxisintegrierte vergütete Ausbildung“ für den Ausbildungsjahrgang 2019/2020 erfolgte zweistufig und ist seit August 2019 abgeschlossen. Eine Bewerbung ist in diesem Programmbereich nicht mehr möglich.

Grundsätzlich ist eine Nachbesetzung nicht möglich. Im Einzelfall und unter vorheriger Abstimmung mit dem Zuwendungsgeber kann die Nachbesetzung mit einer neuen auszubildende Person, die sich bisher nicht in der praxisintegrierten vergüteten Ausbildung befunden hat, erfolgen, sofern diese in dasselbe Ausbildungsjahr einsteigt, in dem sich die bisherige auszubildende Person befunden hat. Eine Förderung kann dabei aber nur für den Rest des bewilligten Zeitraums erfolgen.

Programmbereich 2 – Praxisanleitung - Anleitungsqualifizierung

Mit der „Anleitungsqualifizierung“ ermöglicht das Bundesprogramm „Fachkräfte-offensive für Erzieherinnen und Erzieher“ eine Verbesserung der Qualität der Praxisanleitung, da eine professionelle Anleitung ein gutes Ausbildungsniveau sichert.

Der Zuschuss kann für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen beantragt werden, die eine Anleitungsqualifizierung absolvieren möchten. Es gelten hier die spezifischen Landesvorgaben.

Es werden Qualifizierungen mit einem Betrag von bis zu 1.000 € pro Person bezuschusst. Qualifizierungen werden nur gefördert, wenn keine anderen Förderungen in Anspruch genommen werden können und die Qualifizierung allein von der Fachkraft getragen werden müsste, d. h. bestehende Landesförderungen dürfen nicht ersetzt werden.

Die Kriterien entsprechen den jeweiligen Landesvorgaben zur Anerkennung einer Zusatzqualifikation zur Praxisanleitung.

Momentan stehen im Bundesprogramm Mittel bis Ende des Jahres 2021 zur Verfügung. Für die Geltendmachung der Ausgaben ist insofern die zugehörige Rechnungstellung seitens des Anbieters und Rechnungsbegleichung seitens des Zuwendungsempfängers bis spätestens 31.12.2021 erforderlich.

Das Bundesprogramm gibt hierzu keine Empfehlungen. Teilweise geben die Bundesländer vor, welche Qualifizierungen förderfähig sind.

Die Qualifizierung zur Praxisanleitung muss nicht zwingend an einer Fachschule/-akademie absolviert werden. Bitte beachten Sie hier aber unbedingt die jeweils gültigen Vorgaben des Bundeslands.

Programmbereich 2 – Praxisanleitung – Freistellung

Mit der „Freistellung zur Praxisanleitung“ ermöglicht das Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher“ die Freistellung von pädagogischen Fachkräften zur Anleitung von Fachschüler*innen in praxisintegrierten Ausbildungsformen zum/zur Staatlich anerkannten Erzieher*in.

Eine Freistellung kann beantragt werden für pädagogische Fachkräfte, die für die Durchführung der Anleitung von Fachschüler*innen in praxisintegrierten Ausbildungsformen zum/zur Staatlich anerkannten Erzieher*in geeignet sind. Es gelten hier die spezifischen Landesvorgaben.

Es werden Träger mit einem Pauschalbetrag in Höhe von 25 € pro Anleitungsstunde und Fachschülerin bzw. Fachschüler unterstützt. Die anleitende Fachkraft ist dabei mindestens in einem Umfang von durchschnittlich zwei Anleitungsstunden pro Woche freizustellen.

Zur Erfüllung des Zuwendungszwecks muss regelmäßig (hier: mindestens im Umfang von durchschnittlich zwei Anleitungsstunden pro Woche und Auszubildendem) eine qualifizierte Praxisanleitung erfolgen. In folgenden Fällen entfällt der Anspruch auf die Förderung, sofern keine nahtlose Nachbesetzung/Vertretung erfolgt:

  • Erkrankung der Praxisanleitung mit Lohnfortzahlung durch Dritte (in der Regel ab der 7.Krankheitswoche)
  • Beschäftigungsverbot / Mutterschutz
  • unbezahlter Urlaub

Ja, die Anleitungsstunden aus dem Bundesprogramm können zusätzlich, jedoch nicht substituierend (d. h. ersetzend) zu bestehenden Landesförderungen beantragt werden, sofern das Land hier keine Einschränkung vorgenommen hat. Die Förderung der Praxisanleitung ist immer ergänzend zu den bereits bestehenden Fördermöglichkeiten.

Da in Berlin und Brandenburg bereits eine ausreichende Erstattung von Anleitungskapazitäten gewährleistet ist, können in diesen Bundesländern keine zusätzlichen Anleitungsfreistellungen beantragt werden.

Das ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Gerade bei einrichtungsübergreifenden Konstellationen ist jedoch zu gewährleisten, dass eine praxis- und zeitnahe Anleitung der Auszubildenden erfolgt.

Hierzu gibt es keine Vorgaben durch das Bundesprogramm. Die Organisation der personellen Zuständigkeiten liegt im Verantwortungsbereich des Trägers. Die Freistellung kann entweder im Rahmen des vorhandenen Stellenumfangs oder im Rahmen einer Aufstockung des Stellenumfangs erfolgen.

Falls die Freistellung im Rahmen des vorhandenen Stellenumfangs erfolgt, ist sicher zu stellen, dass eine Umorganisation der Zuständigkeiten in der Praxis stattfinden.

Nein, es können (sofern das jeweilige Bundesland keine Einschränkungen vorsieht) auch Anleitungsfreistellung für weitere Fachschülerinnen und Fachschüler in einer praxisintegrierten Ausbildung zum/zur Staatlich anerkannten Erzieher*in beantragt werden.

Programmbereich 2 – Antragsverfahren

Anträge für den Zuschuss zu den Ausgaben für die „Anleitungsqualifizierung“ können Sie direkt und fortlaufend stellen. Um einen Zuschuss für diesen Programmbereich zu beantragen, folgen Sie bitte den Schritten in der Handlungsanleitung zum Antragsverfahren.

Das Auswahlverfahren für die „Freistellung zur Praxisanleitung“ erfolgt im einstufigen Verfahren. Die Antragstellung erfolgt über das Web-Portal ProDaBa2020  – s. hierzu auch Frage 6.

Die Qualifikation darf nicht (!) vor Bewilligung begonnen oder gebucht sein. Es gilt die Maßgabe: Erst die Förderung beantragen und den Zuwendungsbescheid erhalten, dann anmelden!

Programmbereich 3 – Perspektive mit dem Aufstiegsbonus

Mit dem Aufstiegsbonus ermöglicht das Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen, Profis binden“ eine bessere Vergütung von Erzieherinnen und Erziehern, die eine Zusatzqualifikation erworben haben und besondere Aufgaben übernehmen.

Ziel ist es, die Kompetenzen der Fachkräfte besser zu nutzen und zu honorieren. Der Aufstiegsbonus setzt einen Impuls, Fachkarrieren zu definieren und zu ermöglichen, die sich für die Fachkräfte auszahlen. Damit soll ein Beitrag geleistet werden, den Verbleib von Fachkräften im Berufsfeld zu sichern.

Es ist wichtig, qualifizierte Fachkräfte in den Erziehungsberufen zu halten. Dafür braucht es mehr Anerkennung für die Tätigkeiten, mehr Geld und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Der Aufstiegsbonus trägt dazu bei, dass mehr Träger qualifizierten Fachkräften genau dies bieten können.

Der Bonus kann für Fachkräfte beantragt werden, die gemäß den jeweils geltenden Ländervorgaben („Fachkraft-Katalog“) als pädagogische Fachkräfte gelten und vor der Höhergruppierung bzw. Zulagengewährung bei Anwendung des TVöD mindestens in Entgeltgruppe S8a bzw. bei Anwendung anderer Tarifwerke oder Entgeltvereinbarungen mindestens analog TVöD S8a eingruppiert sind.

Für diese Fachkräfte kann ein Aufstiegsbonus beantragt werden, wenn sie im Rahmen des Bundesprogramms eine besondere Tätigkeit übernehmen.

Für die Beteiligung am Bundesprogramm im Programmbereich „Perspektiven mit Aufstiegsbonus“ von kommunalen Trägern kann zudem auf die VKA-Richtline für Erzieherinnen und Erzieher vom 22. März 2019 hingewiesen werden. Nach dieser Richtlinie können diese Träger eine Zulagengewährung umsetzen. Die Richtlinie finden Sie hier.

Manche Bundesländer haben definierte Tätigkeitsfelder festgelegt, andere Bundesländer haben keine Einschränkungen.

Beispiele für eine besondere fachliche Tätigkeit können sein:

  • Elternberatung und –begleitung
  • Praxisanleitung
  • Kooperation mit der Grundschule
  • Öffnung der Kita im Sozialraum
  • Digitalisierung
  • Inklusion und Arbeit mit Kindern mit Behinderungen
  • Qualitätssicherung

Bitte beachten Sie folgende spezifischen Hinweise:

  • Abgrenzung Qualitätsmanagement - Qualitätssicherung
    Die Aufgabe der/des Qualitätsmanagementbeauftragte/n des Trägers ist von der Förderung ausgeschlossen, da sie eine eigenständige Funktionsstelle innerhalb der Trägerstruktur darstellt als Voraussetzung für eine Zertifizierung z. B. im Rahmen der DIN EN ISO 9001:2015. Die Tätigkeit von Fachkräften (inklusive stellvertretende Leitungen), die in Abgrenzung dazu qualitätssichernde Aufgaben auf Einrichtungsebene übernehmen (z. B.: Weiterentwicklung / Umsetzung von pädagogischen Konzepten), ist förderfähig.
  • Reine Leitungstätigkeiten im Sinne der (auch stellvertretenden) Leitung einer Einrichtung sind originäre Trägerverantwortung und damit ebenfalls nicht förderfähig.
  • Die pädagogische Fachberatung ist ebenfalls nicht förderfähig, auch diese Funktion ist originäre Trägerverantwortung. Bei spezialisierten Fachkräfte vor allem innerhalb einer Einrichtung, die nach bestimmten Pädagogikkonzepten arbeiten oder eine Zusatzqualifizierung in bestimmten Bildungsbereichen (z.B. MINT, Elternbegleitung) mitbringen und hierzu ihr Kollegium beraten, schulen und unterstützen, ist die Gewährung eines Aufstiegsbonus‘ möglich.
  • Bitte beachten Sie für das Land Berlin, dass das vorgegebene Tätigkeitsfeld herausgehobene Aufgaben im Rahmen von „Praxisanleitung, Ausbildungskoordination und Kooperation mit der Fachschule“ umfassen muss. Ziel ist die Förderung und Unterstützung der Verzahnung der Lernorte. Demzufolge kann ein Aufstiegsbonus nur für Personen gewährt werden, die über die Praxisanleitung einzelner Beschäftigter in der berufsbegleitenden Ausbildung hinaus, herausgehobene, die Ausbildung koordinierende Aufgaben innerhalb der Kindertageseinrichtung(en) bzw. des Trägers und in der Kooperation mit den Fachschulen im Sinne der Verzahnung der Lernorte Praxis und Theorie ausführen. Eine Förderung von allein originärer Praxisanleitung von Beschäftigten ist in Berlin nicht möglich, da die Möglichkeit der Zahlung einer Funktionszulage an die mit der Praxisanleitung beauftragte Fachkraft bereits in den Ausführungsvorschriften für „Zeit für Anleitung“ geregelt ist. (AV Anleitung 02.2018).

Der Aufstiegsbonus kann in Höhe von maximal 300 € zur Höhergruppierung oder Zulage pro Monat und Fachkraft gewährt werden.

Unter (Zusatz-)Qualifizierung werden Maßnahmen zur Qualifikation verstanden, welche über die reguläre Ausbildung zum/zur Erzieher/in hinausgehen.

Sofern in den Ländern Bestimmungen bzgl. der Anerkennung von Fortbildungsabschlüssen für die Ausübung bestimmter Tätigkeiten bestehen, sind diese zu beachten, bzw. zu erfüllen.

Ein Berufsabschluss erfüllt (im Sinne einer Zusatzqualifizierung) die Voraussetzung für eine Bonusgewährung nur dann, wenn er ergänzend zu einem grundständig pädagogischen Berufsabschluss (z. B. einem Abschluss als staatlich anerkannte/r Erzieher/in) vorliegt und zur Erfüllung der übernommenen/zu übernehmenden besonderen Tätigkeit genutzt wird.

Ein pädagogischer Bachelor-Abschluss (z. B. Bachelor Kindheitspädagogik, Bachelor Frühpädagogik) kann insofern nicht als alleinige Voraussetzung / (Zusatz-)Qualifizierung für den Aufstiegsbonus herangezogen werden.

Masterabschlüsse können dagegen als Voraussetzung/ (Zusatz-)Qualifizierung für den Aufstiegsbonus dienen, da diese zusätzlich/aufbauend auf einem Bachelorabschluss fußen, die im Bachelorstudium erworbenen Kenntnisse vertiefen und eine fachliche Spezialisierung ermöglichen. Diese fachliche Spezialisierung kann damit die Grundlage für das Ausüben einer bestimmten besonderen fachlichen Tätigkeit sein.

Auf Grund der Gleichbehandlung gilt dies analog auch für Diplomstudiengänge, Staatsexamen, Magister-Abschlüsse etc.).

Sofern ein zusätzliches besonderes Tätigkeitsfeld von der Fachkraft übernommen wird, kann die Ausbildung als Heilerziehungspfleger/in als Voraussetzung für die Gewährung des Aufstiegsbonus dienen.

Ja, die Qualifizierung zum/zur Elternbegleiter/in kann Grundlage für den Aufstiegsbonus sein – sofern es keine anders lautenden Landesvorgaben gibt.

Das Programm macht hierzu keine Vorgaben. Es gelten die landesspezifischen Vorgaben.

Die Qualifizierung muss begonnen haben oder abgeschlossen sein. Es gelten die landesspezifischen Vorgaben.

Nein, für die Zulage gibt es keinen Mindestbetrag.

Programmbereich 3 – Antragsverfahren

Das Auswahlverfahren für die „Freistellung zur Praxisanleitung“ erfolgt im einstufigen Verfahren. Die Antragstellung erfolgt über das Web-Portal ProDaBa2020 anmelden – s. hierzu auch Frage 6.

Erweiterte Fördermodule 2021

In den Programmbereichen 2 und 3 wird das Antragsverfahren wieder geöffnet: Für das Jahr 2021 können hier Zuschüsse durch Träger beantragt werden, die zum Zeitpunkt der Antragsstellung bereits durch das Bundesprogramm gefördert werden.

Im Programmbereich „Praxisanleitung / Modul 1 - Anleitungsqualifizierung“ sind auch Träger antragsberechtigt, welche zum Zeitpunkt der Antragstellung noch keine Förderung durch das Bundesprogramm erhalten.

65.1. Was wird gefördert?
Gefördert wird die berufsbezogene Sprachförderung für Fachschüler/innen in Form von Sprachkursen und/ oder individuellem Sprach-Coaching.

65.2. Was ist das Ziel der Förderung?
Das Ziel der Förderung ist die Verbesserung des Verständnisses von schulischen Inhalten, um Ausbildungsabbrüchen entgegen zu wirken. Adressaten können z. B. Fachschüler/innen mit einer anderen Erstsprache als Deutsch sein.

65.3. Wie hoch ist der Zuschuss?
Die Förderung beträgt bis zu 1.000 Euro pro Person und Sprachkurs oder bis zu 1.500 Euro pro Person und Sprach-Coaching

65.4. Für wen ist die Förderung gedacht?
Die Förderung richtet sich an Fachschülerinnen und Fachschüler in praxisintegrierten Ausbildungsformaten zum/zur Staatlich anerkannten Erzieher/Erzieherin.

65.5. Welche Sprachkurse, bzw. Sprachcoachings sind förderfähig?
Gefördert werden Sprachkurse bzw. Sprachcoachings, welche die berufsbezogene Sprachfähigkeit der Fachschüler/innen fördern.

65.6. Was ist mit berufsbezogener Sprachförderung gemeint?
Berufsbezogene Sprachförderung geht, in Abgrenzung zum regulären Sprachunterricht, über die Konzentration auf den im beruflichen Kontext notwendigen Fachwortschatz und die Verbesserung von Grammatik hinaus und fokussiert die Kommunikation in konkreten Situationen am Arbeitsplatz bzw. im beruflichen Alltag. Der Lernprozess ist interdisziplinär gestaltet und verzahnt konsequent fachliche und sprachliche Lernziele, um die sprachlichen Kompetenzen als Teil der beruflichen Handlungskompetenzen zu trainieren.

65.7. Gibt es ein verbindliches Sprachziel nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen, das erreicht werden soll?
Nein, im Rahmen des Programms ist kein verbindliches Sprachziel vorgegeben. Es ist jedoch empfehlenswert, die jeweils landesspezifischen Vorgaben für die Zulassung zur pädagogischen Fachkraft zu berücksichtigen: Bei der Hälfte aller Bundesländer ist mind. ein C1-Zertikat für eine vollumfängliche Zulassung als pädagogische Fachkraft notwendig.

66.1. Was wird gefördert?
Gefördert werden pädagogische Fachkräfte, welche als Koordinationskräfte für die Lernortverzahnung die Zusammenarbeit zwischen den beiden Lernorte verbessern sollen. Dies erfolgt zum einen durch die Erarbeitung bzw. Weiterentwicklung des trägereigenen Ausbildungskonzepts, zum anderen durch den von den Koordinationskräften getragenen Austausch zwischen den Lernorten Schule und Praxis.

66.2. Was ist das Ziel der Förderung?
Ziel ist die Erarbeitung bzw. Weiterentwicklung eines gemeinsam von beiden Lernorten getragenen Konzepts für die Ausbildungsverzahnung unter Benennung konkreter Kooperationsformate durch die Koordinationskräfte. Die Koordinationskraft soll den fachlichen Austausch über Ansätze und Umsetzung der vergüteten praxisintegrierten Ausbildung am Lernort Praxis zwischen den Trägern des Ausbildungsverhältnisses, d. h. zwischen dem Lernort Fachschule und dem Lernort Praxis koordinieren und verbessern.
Hinweis: Diese Aufgabe können Träger auch gezielt an Beschäftigte übertragen, welche zu Risikogruppen gehören und deswegen nicht mehr in der direkten pädagogischen Arbeit eingesetzt werden können.

66.3. Für wen ist die Förderung gedacht?
Die Förderung adressiert die an einem Ausbildungsverhältnis beteiligten Träger, d. h. den Lernort Fachschule und den Lernort Praxis (Kita, Hort etc.).

66.4. Wie hoch ist der Zuschuss?
Gefördert wird ein Zuschuss zu einer halben Personalstelle mit max. 20.000 Euro.

66.5. Kann die Förderung auf zwei Personen aufgeteilt werden?
Die Aufgaben können maximal auf zwei Fachkräfte aufgeteilt werden. In solchen Fällen müssen beide Fachkräfte in derselben Einrichtung beschäftigt sein.

67.1. Was wird gefördert?
Gefördert werden pädagogische Fachkräfte, welche als Konsultationskräfte zum Wissenstransfer einen fachlichen Austausch zu bestimmten Themenbereichen koordinieren.
Die Konsultationen sollen insbesondere zu folgenden Themen angeboten werden:
- Lernortverzahnung,
- Praxisanleitung,
- Inklusion,
- Elternbegleitung,
- Organisationsentwicklung,
- Digitalisierung.

67.2. Wer kann sich an den Konsultationen beteiligen?
Die Konsultationskräfte übernehmen eine Multiplikatorenfunktion innerhalb des Programms, aber auch nach außen:
Sowohl programmbeteiligte Träger und ihre Einrichtungen als auch Träger und Einrichtungen, die nicht durch die Fachkräfteoffensive gefördert werden, können das Konsultationsangebot in Anspruch nehmen.

67.3. Was ist das Ziel der Förderung?
Um einen Wissenstransfer der Programmerfolge in die Kita-Landschaft weiter zu streuen, werden Personalausgaben für Konsultationskräfte bezuschusst.
Hinweis: Diese Aufgabe können Träger auch gezielt an Beschäftigte übertragen, welche zu Risikogruppen gehören und deswegen nicht mehr in der direkten pädagogischen Arbeit eingesetzt werden können.

67.4. Wie hoch ist der Zuschuss?
Die Personalausgaben für die Konsultationskraft im Umfang von grundsätzlich 25% einer Vollzeitstelle werden mit einem Betrag von bis zu 12.000 Euro pro Einrichtung bezuschusst.

67.5. Wie können die Konsultationen durchgeführt werden?
Die Konsultationen können im Rahmen von drei Formaten erfolgen:
(1) Angebot von mind. vier Hospitationsterminen in den Kitas in Präsenz und/oder
(2) Angebot von mind. vier Hospitationsveranstaltungen/Fortbildungen digital / auf der Projekt-Plattform und/oder
(3) Online-Beratung von bis zu vier Einrichtungen zu einem bestimmten Thema (analog eines Buddy-Systems)

68.1. Was ist der Hintergrund der Förderung von Kita-Helfer/innen?
Die aktuelle Programmumsetzung zeigt, dass die Träger durch die COVID19-Pandemie erhebliche administrative Mehrbelastungen (vor allem durch die Einhaltung der Hygieneregelungen) bei gleichzeitig verschärfter Personalsituation zu tragen haben. Der Anteil dieser Arbeitsanforderungen hat sich vergrößert und geht häufig zu Lasten der regulären pädagogischen Arbeit.

Um dem qualitativen Anspruch des Bundesprogramms gerecht zu werden, ist eine Entlastung des pädagogischen Personals dringend notwendig. Mit Blick auf die hoffentlich mittelfristige Entspannung der Situation ist die Förderung bis Ende des Jahres 2021 befristet.

68.2. Was ist das Ziel der Förderung?
Ziel ist es, die Kita-Träger durch die kurzfristige Einbindung von Hilfskräften für administrative Zwecke zu unterstützen und den Einrichtungen in der aktuellen Situation Entlastung zu bringen. Aufgabe der Hilfskräfte können Tätigkeiten in Verbindung mit der Einhaltung und Umsetzung von Hygieneregeln sein, z. B. gemeinsames Händewaschen mit den Kindern, Aushelfen beim Küchendienst (z. B. Zubereiten von Essen, Tischdecken, Einkaufen, Reinigen), Hilfe bei den Bring- und Abholzeiten der Kinder oder die Unterstützung bei verwaltungsbezogenen Aufgaben.

Die „Kita-Helfer/innen“ dürfen explizit keine pädagogischen Aufgaben übernehmen und dürfen deswegen auch nicht auf den pädagogischen Fachkräfteschlüssel angerechnet werden. Die „Kita-Helfer“ sollen die pädagogischen Fachkräfte bei anderen anfallenden alltäglichen Aufgaben unterstützen und entlasten.

Hinweis: Die Zielgruppe der „Kita-Helfer/innen“ wird trotzdem auch als Potenzial zur Fachkräftegewinnung gesehen. Durch erste Berührungspunkte mit dem Kita-Alltag könnten diese Personen, sofern die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, für eine Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Erzieher/in gewonnen werden.

68.3. Wie hoch ist der Zuschuss?
Die Personalausgaben für Kita-Helferinnen und Kita-Helfer werden im Jahr 2021 mit einem Betrag von bis zu 25.000 Euro pro Einrichtung bezuschusst.

68.4. Wie viele Kita-Helfer/innen pro Einrichtung können gefördert werden?
Seitens des Bundesprogramms existiert hier keine Vorgabe. Die Förderung ist allerdings auf maximal 25.000 Euro pro Einrichtung begrenzt.

68.5. Müssen Kita-Helfer*innen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein?
Nein, seitens des Bundesprogramms existiert diese Vorgabe nicht, so dass auch geringfügige Beschäftigungsverhältnisse oder Midijobs gem. § 20 SGB IV möglich sind. Eine Beschäftigung auf Honorarbasis ist jedoch nicht möglich.

69.1. Was ist der Hintergrund der Förderung von Team- und Leitungscoachings?
Das Programm zeigt bei den teilnehmenden Trägern relevante und nachhaltige strukturelle Auswirkungen: Durch die praxisintegrierte, vergütete Ausbildung findet sowohl eine Diversifizierung der Mitarbeiterschaft als auch der inhaltlichen Arbeit in den Einrichtungen durch die weitere Qualifizierung sowie die Förderung von fachlichen Zuständigkeiten statt.

Träger und, vor allem, die Kitaleitungen in ihrer Schlüsselfunktion für eine erfolgreiche Umsetzung in der Praxis, stehen dabei vor neuen Herausforderungen in der Organisationsentwicklung, insbesondere im Bereich Personalentwicklung bzw. -management. Die benannten Entwicklungen professionell analysieren und steuern zu können ist jedoch eine zentrale Voraussetzung, damit die Träger die Kompetenzen ihrer Fachkräfte konstruktiv nutzen, Fachkarrieren ermöglichen und damit die Fachkräfte erfolgreich und nachhaltig an sich binden können.

69.2. Was ist das Ziel der Förderung?
Ziel ist die Stärkung der Kita-Teams und Kita-Leitungen durch die Unterstützung einer professionellen Organisationsentwicklung.

69.3. Wer kann an den Coachings teilnehmen?
An den Coachings teilnehmen können die Einrichtungs-Leitungen und die Teams der Einrichtungen.

69.4. Kann auch Supervision gefördert werden?
Nein. Die geförderten Coaching-Maßnahmen müssen sich auf Themen der Organisationsentwicklung beziehen und damit auf die Managementfunktion der Klienten/Klientinnen. Ein solches Coaching ist auf die Herausarbeitung von Organisationszielen und die zugehörigen Umsetzungsmöglichkeiten ausgerichtet.

Eine Supervision grenzt sich davon ab, als dass sie sich in erster Linie auf die Person und deren Sachfunktion fokussiert. Im Vordergrund steht die berufliche Rolle und das damit zusammenhängende Anliegen der Klienten/Klientinnen wie z. B. die (Weiter)Entwicklung der Rolle als Führungskraft, der Überprüfung der eigenen Identität oder die Entfaltung eigener Kompetenzen. Coaching zielt damit auf die Personalentwicklung, Supervision hingegen auf die Personenentwicklung ab.

69.5. Wie hoch ist der Zuschuss?
Team- und/oder Leitungscoachings für die Organisationsentwicklung werden mit einem Betrag von bis zu 1.200 Euro pro Einrichtung bezuschusst.

Fördermodule 2021 - Antragsverfahren

Die erweiterten Fördermodule werden bis zum 31.12.2021 gefördert.

Eine Beantragung ist denjenigen Trägern vorbehalten, die bereits seit 2019 bzw. 2020 sowie in 2021 fortgeführt an einem der drei Programmbereiche „Praxisintegrierte vergütete Ausbildung“, „Praxisanleitung“ und / oder „Perspektiven mit Aufstiegsbonus“ beteiligt sind. Träger, welche bereits im Rahmen der Fachkräfteoffensive eine Förderung in einem der drei Programmbereiche erhalten, können im Programmjahr 2021 einen Antrag für die erweiterten Fördermodule stellen.

Anträge können grundsätzlich bis zur Ausschöpfung der dafür zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel gestellt werden. Die Prüfung und Bewilligung erfolgt in der zeitlichen Reihenfolge des Antragseingangs.

Zu beachten ist, dass eine Förderung von bereits begonnenen Vorhaben nicht möglich ist. Die Anträge müssen daher grundsätzlich mit einem mindestens 4-wöchigen Vorlauf zum geplanten Vorhabenstart postalisch vorliegen.

Sprachkurse/Sprachcoachings sowie Team- und Leitungscoachings dürfen nicht vor Bewilligung des Antrags gebucht sein. Die Koordinations- und/oder Konsultationsaufgaben dürfen nicht vor Bewilligung des Antrags ausgeübt werden und die Kita-Helferinnen und Kita-Helfer nicht vor Bewilligung des Antrags eingestellt werden.

Nein, es gibt keine Verknüpfung zwischen den erweiterten Fördermodulen.

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