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„Der Erzieherberuf ist meiner Meinung nach einer der sichersten, den man erlernen kann. Die werden immer gebraucht.“

Der erste Auszubildende, der die Zusage erhielt, seine Ausbildung im Rahmen der „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher“ zu beginnen, ist Felix Sachse. Er ist 21 Jahre alt, lebt in Strausberg bei Berlin und absolviert seit August 2019 seine Ausbildung zum Erzieher in der AWO-Kita „Spatzennest“. Im Interview erzählt er, warum er Erzieher werden wollte und welche Erwartungen er an die Ausbildung hat.

Die Entscheidung, Erzieher zu werden

Nach seinem Abitur hat sich Felix ganz bewusst für den Beruf des Erziehers entschieden: „Ich kann gut mit Kindern umgehen und die freuen sich auch, wenn sie mich sehen.“ Diese Erfahrung hat er bereits in seiner Tätigkeit als Trainer von Kindern in einem Turnverein machen können. Das hat ihn bei seinem Schritt, den Erzieherberuf zu erlernen, bestärkt. Zusätzlich half ihm bei seiner Entscheidung ein 800-stündiges Praktikum (dies sind ca. fünf Monate) in zwei Kitas. Eine davon war die Kita „Spatzennest“, seine jetzige Ausbildungsstelle. Außerdem findet er, dass „auch Männer den Beruf erlernen sollten und nicht nur Frauen, damit auch mal dieses Vorurteil verschwindet, dass nur Frauen Erzieherinnen werden dürfen.“
Auch wenn für Felix die Vergütung nicht die größte Rolle spielt, hat sie ihn zusätzlich dazu motiviert, die Ausbildung zum Erzieher zu beginnen: „Ich bin wirklich zufrieden, dass es eine gute Vergütung gibt. So kann ich auch auf eigenen Füßen stehen. Und wenn ich das so in Relation zu anderen Berufen sehe, ist das schon echt eine Top-Vergütung. Ich finde, das macht den Erzieherberuf auch deutlich attraktiver.“

Hohe Erwartungen an sich und die Ausbildung

Pro Woche besucht Felix zwei Tage die Schule und drei Tage ist er in der Kita. Er selbst fände es besser, „wenn man zwei Wochen Schule hat und dann zwei Wochen arbeitet, weil man dann mehr Stoff mitkriegt.“ Denn es „ist halt schon ein hohes Leistungsniveau“. Deshalb ist auch die Praxisanleiterin in der Kita für ihn wichtig. Mit ihr kann er sich zu allen fachlichen Fragen austauschen und auch sonst „kann ich mit meiner Praxisanleiterin auch Probleme und Sorgen besprechen.“
Nach der Ausbildung in der Kita möchte er sich gerne noch weiterqualifizieren: „An mich persönlich habe ich eine hohe Erwartung im Beruf und ich möchte mich später noch weiterbilden.“
Bisher bereitet ihn in seiner Ausbildung „dieses Kinderlachen“ am meisten Freude. „Dieses einfach nur glücklich und in ihrer eigenen Welt sein. Das finde ich super spannend. Wie sie sich auch mit den kleinsten Sachen stundenlang beschäftigen können.“

Tipps

Auf die Frage, warum Menschen den Beruf der Erzieherin bzw. des Erziehers wählen sollten, antwortet Felix: „Ich sag mal so, der Erzieherberuf ist meiner Meinung nach einer der sichersten, die man erlernen kann. Erzieherinnen und Erzieher werden immer gebraucht. Und egal wo, Erzieherinnen und Erzieher kann man überall einsetzen – egal ob in Hamburg, Berlin oder auch Österreich.“ Außerdem findet er den  Beruf sehr vielfältig und abwechslungsreich: „Es ist nicht monoton, man sitzt nicht nur im Büro, man ist auch mal draußen und man erlebt viel.“
Felix rät allen Interessierten dazu, vor der Ausbildung ein Praktikum zu machen. „Das müssen ja keine 800 Stunden sein, aber so ein bis zwei Wochen sollten schon mal drin sein, damit man sich wirklich sicher ist, ob man den Beruf machen will.“ Für angehende Auszubildende hat er einen weiteren Tipp: „Am besten so viele Fragen wie möglich zu stellen. Wirklich fragen, fragen, fragen. Dadurch kann man das, was man in der Praxis lernt, auch gleich wieder in den theoretischen Teil mitnehmen.“

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