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Erweiterte Fördermodule 2021 im Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive“

Mit dem Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen, Profis binden“ unterstützt das Bundesfamilienministerium seit 2019 Länder und Träger dabei, pädagogische Fachkräfte zu gewinnen sowie bereits ausgebildete Fachkräfte im Beruf zu halten und ihre Kompetenzen zu stärken. Im Jahr 2021 wird das Programm um zusätzliche Fördermodule erweitert, um den gestiegenen Anforderungen in der Kindertagesbetreuung unter den Bedingungen der Corona-Pandemie zu begegnen und den Programmerfolg zu unterstützen.

Nachtrag: Träger konnten bis zum 16. April 2021 einen Antrag stellen. Das Antragsverfahren ist seitdem beendet.

 

Die Anforderungen an pädagogische Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung sind während der Corona-Pandemie weiter gestiegen. Ein Teil des pädagogischen Personals kann zum Beispiel nicht vor Ort tätig sein, da es zu einer Risikogruppe gehört. Gleichzeitig müssen Hygienekonzepte erarbeitet und umgesetzt werden. Um das pädagogische Personal zu entlasten, stellt der Bund mit der „Fachkräfteoffensive“ finanzielle Mittel für zusätzliches Personal zur Verfügung. Die Kita-Helferinnen und Kita-Helfer übernehmen unterstützende, nicht pädagogische Tätigkeiten wie beispielsweise das Händewaschen mit Kindern, die Reinigung und Desinfektion von Spielmaterialien oder die Essensversorgung.

Um den Austausch zwischen den Lernorten Praxis und Schule für angehende pädagogische Fachkräfte zu verbessern, fördert die „Fachkräfteoffensive“ Koordinationskräfte. Diese sollen die Lernortverzahnung vorantreiben und Träger dabei unterstützen, eigene Ausbildungskonzepte zu erarbeiteten oder weiterzuentwickeln.

Um für alle Fachschülerinnen und Fachschüler ideale Ausbildungsbedingungen zu schaffen, fördert die „Fachkräfteoffensive“ auch berufsbezogene Sprachförderungen in Form von Sprachkursen sowie individuellen Sprachcoachings. Sie sollen die Fachschülerinnen und -schüler dabei unterstützen, schulische Inhalte besser zu verstehen und dazu beizutragen, Ausbildungsabbrüche zu verhindern.

Der Programmbereich „Praxisanleitung“ wird 2021 fortgeführt. Die „Fachkräfteoffensive“ bezuschusst weiterhin sowohl die Qualifizierung zur Praxisanleitung als auch die zusätzliche Freistellung pädagogischer Fachkräfte für die Anleitung von Fachschülerinnen und Fachschülern in praxisintegrierten Ausbildungsformen. Coronabedingt finden die Qualifizierungen zur Praxisanleitung häufig digital statt. Dass dies gelingen kann, berichten Fachkräfte, die 2020 erfolgreich teilgenommen haben.

Eine Besonderheit: Das Modul „Anleitungsqualifizierung“ steht auch Trägern offen, die bisher noch nicht an der Fachkräfteoffensive beteiligt sind.

Auch im Programmbereich „Perspektiven mit Aufstiegsbonus“ können bereits am Bundesprogramm beteiligte Träger im Jahr 2021 Anträge stellen. Mit dem Aufstiegsbonus ermöglicht die „Fachkräfteoffensive“ eine bessere Vergütung von Erzieherinnen und Erziehern, die eine Zusatzqualifikation erworben haben und besondere Aufgaben übernehmen. Auf diese Weise honoriert der Bund die Kompetenzen von Fachkräften, setzt Anreize für Fachkarrieren und hält bereits qualifizierte Fachkräfte durch das Aufzeigen von Karrierewegen im Beruf.

Ob Corona, Digitalisierung und Datenschutz oder Sprachförderung: Kitas stehen ständig vor neuen Herausforderungen. Diese bringen häufig auch Veränderungen für die Kita als Organisation mit sich, z. B. im Bereich Personalentwicklung bzw. -management. Durch Coachings können sich Kita-Teams und Kita-Leitungen auf ihrem Weg bei der Organisationsentwicklung professionell unterstützen lassen.

Bundesweit gibt es bereits viele gute Praxisbeispiele und Programmerfolge aus der „Fachkräfteoffensive“. Von diesen sollen auch Kitas profitieren und lernen, die nicht am Bundesprogramm teilnehmen. Der Bund bezuschusst deshalb Personalausgaben für Konsultationskräfte. Diese sollen den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zwischen den Kitas vorantreiben.

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